Ihr erfolgreicher Einstieg in die Beobachtung der Kometen Panstarrs und ISON

Komet Lovejoy, (c) G. Blanchard(eso.org/~gblancha)/ESODie meisten Kometen sind so lichtschwach, dass man sie nur mit lichtstarken Fernrohren und astronomischen Teleskopen beobachten kann. Dabei erscheinen sie dem Beobachter meist als verwaschenes Lichtfleckchen ohne merkliche Details. Solche Kometen zeigen meist auch keinen oder nur einen sehr schwachen Gas- und Staubschweif. Mit Hilfe von speziellen Kometenfiltern, die man zur Beobachtung in das Okular schrauben kann, wird die Helligkeit des Himmelshintergrundes reduziert, während das Licht der leuchtenden Kometen-Gase nahezu ungehindert das Auge erreicht. Durch den so erhöhten Kontrast kann man Kometen besser beobachten und studieren.

Foto: Der Komet Lovejoy, fotografiert am 22. Dezember 2011, gehörte schon zu den helleren Vertretern seiner Art, Credit: G. Blanchard(eso.org/~gblancha)/ESO

Die Kometen Panstarrs und ISON werden deutlich heller sein als durchschnittliche Kometenerscheinungen. Man wird sie schon mit dem bloßen Auge am Himmel erkennen können. Der zusätzlich Blick durch ein Fernglas oder Teleskop zeigt dann noch viel mehr Feinheiten, da das menschliche Auge, ohne solche optischen Hilfsmittel, nur über ein sehr begrenztes Lichtsammelvermögen verfügt.

Geeignete Ferngläser

Das Omegon Fernglas Nightstar 20x80Foto links: Das Omegon 20 x 80 ist ein Großfernglas – es sammelt bereits sehr viel Licht und zeigt Ihnen selbst schwache Details am Himmel. Kometen und ihre Schweife lassen sich damit sehr gut beobachten. Dieses Fernglas wiegt ca. 2 kg, daher sollten Sie es zur Beobachtung auf einem guten Stativ (siehe Foto rechts) befestigen.

Die Beobachtung von Kometen gelingt Ihnen am besten mit einem lichtstarken Fernglas oder in einem Teleskop mit großem Gesichtsfeld. Die beiden Hauptlinsen des Fernglases sollten einen Durchmesser von mindestens 50-100 mm haben (Objektivöffnung), damit sie möglichst viel Licht des Kometen sammeln und in ihre Augen lenken können.Das Omegon Aluminium-Dreibeinstativ Stativ Titania 600 Set

Die Vergrößerung sollte nicht mehr als 15-20-fach betragen, damit Sie auch den Kometenschweif erkennen können. Für diesen Zweck sind also beispielsweise Ferngläser mit der Herstellerangabe 12 x 56, 20 x 80 oder 25 x 100 sehr gut geeignet. Die erste Zahl steht dabei jeweils für den Durchmesser der Objektivlinsen in mm, die zweite für die Stärke der erzielbaren Vergrößerung.

Für eine ruhige und entspannte Beobachtung empfiehlt es sich, dass Sie Ihr (schweres) Fernglas nicht mit den freien Händen halten, sondern es auf einem guten Stativ anbringen. Erst dann können Sie länger beobachten und das Bild wackelt nicht ständig hin und her. Sie werden dadurch wesentlich mehr Details am Kometen erkennen können.

Teleskope für Hobby-Astronomen

Möchte man noch mehr Details am Kometen erkennen, seine Gashülle näher beobachten und auch seinen eigentlichen Kern näher untersuchen, lohnt sich die Anschaffung eines astronomischen Teleskops. Mit einem solchen Instrument können Sie dann auch hervorragend die Mondkrater, die Planeten unseres Sonnensystems, Sternhaufen, Gasnebel und Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien beobachten, wenn der Komet sich längst wieder von uns entfernt hat. Auf diese Weise gelingt Ihnen gleich der erfolgreiche Einstieg in die Hobby-Astronomie.

Ein junger Hobby-Astronom am Skywatcher 8 Zoll Classic DobsonFoto links: Blick auf den Mond am späten Nachmittag. – Astronomische Teleskope sind auch schon etwas für junge Hobby-Astronomen ab ca. 10-12 Jahren. Dieses Spiegeltelskop in Dobson-Bauweise, der Marke Skywatcher, ist kein Spielzeug! Es überzeugt durch seine hervorragende Optik mit hoher Lichtstärke und einfache Bedienbarkeit. Wir denken: Ein ideales Instrument für den begeisternden Einstieg in die Hobby-Astronomie mit dem man, neben den Kometen, auch alle anderen Himmelobjekte sehr gut beobachten kann. Auch fortgeschrittene Sternfreunde haben daran ihre wahre Freude.

Ein gutes Fernglas und ein hochwertiges Teleskop ergänzen sich übrigens prima. Mit dem Fernglas beobachten Sie größere Himmelsfelder bei schwächerer Vergrößerung, während Sie sich mit einem Teleskop kleinere Himmelsareale und Einzelobjekte besser, und bei höheren Vergrößerungen, erschließen können. Der erfahrene Hobby-Astronom beobachtet die Kometen zunächst ausgiebig mit dem Fernglas, bevor er sich der detaillierteren Beobachtung durch ein größeres Teleskop widmet. – Geeignete Teleskope besprechen wir in Kürze auch auf unseren Webseiten und geben Ihnen Tipps zum Umgang.

Besuchen Sie unsere Webseiten auch in Zukunft und regelmäßig weiter. Wir geben Ihnen laufend Tipps für die völlig gefahrlose Beobachtung der Kometen und anderer Himmelskörper, die sehr großen Spaß macht, fasziniert und Ihnen den Weltraum deutlich näher bringt!

WARNHINWEIS:
Schauen Sie bei Ihrer Suche nach dem Kometen Panstarrs, und besonders auch in der zweiten Jahreshälfte, bei ihrer Suche nach ISON, niemals(!) direkt in die Sonne! Schwere Augenschäden oder eine Erblindung könnten die Folge sein. Beobachten Sie mit einem Fernglas oder Teleskop, MÜSSEN Sie unbedingt dafür Sorge tragen, dass Sie geeignete(!) Sonnenfilter vor den Objektiven angebracht haben! Verwenden Sie dafür keine billigen Selbstbaulösungen sondern ausschließlich hochwertige und geprüfte Filter, die der astronomische Fachhandel anbietet. Lassen Sie Ihr Fernglas und Teleskop auch niemals(!) unbeaufsichtigt, gerade wenn Kinder in der Nähe sind.

Haftungsausschluss: Wir übernehmen keinerlei Haftung für entstandene (Augen)schäden, die durch den unsachgemäßen Gebrauch optischer Instrumente bei Ihnen oder Dritten entstehen oder entstanden sind.

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