Komet 209P/LINEAR – Sternschnuppensturm am 24. Mai?

Leoniden 1833, Edmund Weiß, public domainAm 24. Mai 2014 durchfliegt die Erde Teile der Staubwolke des Kometen 209P/LINEAR. Da dort die höchste Konzentration der recht großen Staubpartikel zu erwarten ist, könnten es an diesem Tag zu einem echten Sternschnuppenregen (Meteore) an unserem Himmel kommen. Gutes Wetter und freie Sicht vorausgesetzt, könnten dabei rund 200 helle Feuerkugeln pro Stunde auftreten. Frühere Schätzungen, die mittlerweile aber nicht mehr für plausibel gehalten werden, gingen gar von mehr als 1000 Meteoren pro Stunde aus. In der Tat ein spektakuläres Ereignis, welches man sich im Mai nicht entgehen lassen sollte. Das Maximimum des Meteor-Regens ereignet sich vermutlich früh morgens, am 24. Mai, gegen 8.30 Uhr MESZ (Quelle: interstellarum, Daniel Fischer).

Abb. oben: Ein Gemälde des Leoniden-Sturms von 1833 über Nord-Amerika, (E. Weiß: Bilderatlas der Sternenwelt, 1888), public Domain, Quelle Wikipedia

Zwei Kometen gehen am 5. Februar 2014 auf ‘Tuchfühlung’

Die Kometen R1 Lovejoy und X1 LINEAR am 5. Februar 2014, Quelle: StellariumNach der Auflösung des Kometen ISON bietet uns das noch junge Kometenjahr 2014 am 5. Februar einen ersten Höhepunkt. Dann nämlich stehen die beiden Kometen C/2012 X1 (LINEAR) und C/2013 R1 (Lovejoy), aus unserer Perspektive, dicht am Himmel beieinander. Nur 2° trennen die beiden Schweifsterne dann voneinander. Ein lohnendes Ziel für Hobbyastronomen und Astrofotografen.

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UP To ISON – Ein “echter” Komet weckt Begeisterung und macht Appetit auf mehr…

Erwachsene wie Kinder staunen über einen nachgebauten Kometenkern, (c) C. PreußDas war ein krönender und schöner Abschluss des ISON Kometenjahres 2013. Anlässlich einer viertägigen Silvesterfreizeit in der Jugendherberge Bad Honnef waren 122 Gäste Zeuge unserer Kometenpräsentation inklusive Nachbau eines echten und qualmenden Kometenkerns! In der Region war es 2013/14 sicherlich eines der größten Kometen-Events rund um ISON & Co.

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Letzte Sichtbarkeit von Komet ISONs Überresten am 16. Januar 2014?

Selbst das Weltraumteleskop Hubble konnte die staubigen Überreste des Kometen ISON im Dezember 2013 nicht mehr entdecken. Die sicherlich letzte und hauchdünne Chance für eine fotografische Aufnahme ISONs könnte sich trotzdem noch um die Tage des 16. Januar 2014 ergeben. Dann nämlich fliegt die Erde durch die Bahnebene des Kometen. Die Reste seiner Staubwolke könnten sich aus unserer Perspektive als eine mehrere Grad lange und lichtschwache Linie am Himmel zeigen, jedenfalls theoretisch. Werden sich ISONs Staubteilchen als leuchtende Meteore an unserem Himmel zeigen? Oder verhindert das helle Licht des Vollmondes ohnehin jede Beobachtung? Was kann man erwarten? Der Kometenexperte Uwe Pilz hat sich dazu genauere Gedanken gemacht und mit Hilfe seiner eigenen Schweif-Simulations-Software Berechnungen und Schaubilder erstellt. – Sicher ist wohl nur, dass ausschließlich sehr gut ausgerüstete und erfahrene Kometenfotografen überhaupt eine Möglichkeit haben werden ISONs Überreste zu entdecken.

Kometenkern im Eigenbau – Kometenhafte Weihnachten und Silvestertage!

Kometenkern Experiment, 17.12.2013, (c) C. PreußKomet ISONs Kern hat sich aufgelöst und ist fast schon Geschichte. Wir sind gespannt auf die wissenschaftlichen Ergebnisse und Hubbles letzten Versuch, ISON aufzunehmen. – Grund zur Niedergeschlagenheit gibt es ohnehin nicht. Wir bauen uns unseren eigenen Kometenkern einfach selbst und erfreuen uns an den dabei entstehenden Gasausbrüchen und Jets. So geschehen am 17. Dezember bei einem Experiment von Daniel Bockshecker und Christian Preuß,  in unserer “Kometenküche”! Die obige Aufnahme zeigt das fantastische Ergebnis, welches selbst uns überrascht hat. Das VIDEO unserer Experiments veröffentlichen wir am 31. Dezember! – Bleiben Sie neugierig :)

Bis dahin wünschen wir Ihnen frohe Weihnachtstage und eine besinnliche Zeit im Kreise Ihrer Familien und Freunde,

Christian Preuß
Ison-Komet.de

ISON – Komet eines neuen Jahrhunderts

Komet ISON Collage, (c) D. PeachISON, der wohl meist beobachtete Komet der vergangenen Jahrzehnte, hat seine Reise um unsere Sonne leider nicht überstanden. In Sonnennähe brach er am 28. November auseinander. Unter dem Einfluss der enormen Hitze und Gravitationskräfte löste sich ISONs Kometenkern nahezu völlig auf. Eine Staubwolke ist alles, was von dem Kometen übrig blieb. Ein spektakuläres Himmelsobjekt kann er nun nicht mehr werden. Trotzdem geht ISON als ein ‘großer Komet’ in die Geschichtsbücher ein. Niemals zuvor nahmen so viele Menschen Anteil am Schicksal eines Kometen. Das Internet und die Social Media machten es möglich. Und: Sein überraschendes Verhalten beigeistert(e) die Kometenforscher weltweit.

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ISON verblasst und ist bald Geschichte – Komet Lovejoy zeigt sich prächtig!

Komet ISON wird lichtschwächer, ESA/NASA SOHO LASCO C2/C3Die Helligkeit des Überrests von Komet ISON sinkt leider stetig ab und liegt derzeit bei rund +7.5 mag. (am 1.12.) oder schwächer. Dies berichten Karl Battams (CIOC) und die CIOC, die jetzt intensiv die gemessenen Daten der Raumsonden auswerten. In 1-2 Wochen wird man vermutlich nicht mehr viel von der übrig gebliebenen Staubwolke erkennen können. Eine Staub- und Gasproduktion findet nicht mehr statt. Die Experten sind sich inzwischen sicher, dass die beobachtete Staubwolke leider keinen größerer Rest des alten Kerns mehr enthält. Grund zur Traurigkeit gibt es aber eigentlich nicht. – Ein anderer Komet, Lovejoy, macht ISON derzeit vor, wie’s richtig geht…

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Newsticker 28.-29.11.2013: Schweifentwicklung geht weiter – Teile von ISON haben das Perihel überlebt

Komet ISON, 28.11.2013, SOHO/LASCO C3Gestern war ein großer Tag im ‘Leben’ des Kometen ISON. Gegen 19.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit kam der Komet der Sonnenoberfläche bis auf rund eine Millionen Kilometer nahe (sein Perihel) und erhitzte sich dabei auf mehrere tausend Grad. Raumsonden der NASA beobachteten ISONs Reise ganz genau. ISONs Helligkeit erreichte im Laufe des Tages -2.5 bis -3 mag.. Dann plötzlich, kurz vor dem Perihel, schien sich ISONs Kern aufgelöst zu haben. Sein Schweif verblasste mehr und mehr. Doch ISON ‘kämpfte’ weiter und ein Teil von ihm hat die Sonnenpassage überlebt! Es entwickelt sich derzeit auch ein typischer Staubschweif (siehe Fotos und Berichte unten!!) und seine Helligkeit steigt wieder an. Die Experten sind verblüfft. Fieberhaft werden die Beobachtungen ausgewertet. Wird der Komet nun doch noch an unserem Himmel erscheinen? Derzeit liegt seine Helligkeit bei +1 bis +2 mag.. ISON ist somit nicht hell genug, um mit dem bloßen Auge am Taghimmel, unweit der Sonne, wahrgenommen zu werden. Vermutlich wird man ihn erst in 1-2 Wochen sehen können, falls er bis dahin aktiv bleibt…

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Newsticker 27.11.2013: Komet ISON macht einem Sonnenstreifer alle Ehre und ist weiterhin aktiv!

Komet ISON am 27.11.2013, NASA SOHO/LASCO C3Komet ISON hat sich noch nicht aufgelöst und scheint derzeit eine Helligkeit von +1 bis +0.5 mag. (Update 22.14 Uhr: Die Helligkeit liegt nun bei -0.5 bis -1 mag.!) zu haben. Aufnahmen der NASA STEREO Instrumente zeigen, dass er seine Helligkeit, seit der Analyse durch STEREO, vervierfacht oder gar verzehnfacht hat. Auch wenn er vermutlich nicht mehr der ganz große Komet werden wird, so könnte er doch in den Tagen nach seinem morgigen Perihel, dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn, am Taghimmel sichtbar sein.

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Newsticker 26.11.2013: STEREO Raumsonde zeigt ISON noch als intakten Kometen – täuscht dieser Eindruck?

Komet ISON, 26.11.2013, SecchiAktuelle ISON Aufnahmen der STEREO-A HI1-A Kamera zeigen scheinbar noch einen intakten Kometen. Trotzdem gewinnt der Komet nun weniger an Helligkeit als jetzt eigentlich zu erwarten wäre. Einige Experten halten es daher für möglich, dass seine Helligkeit nur noch aus einer reflektierenden Staubwolke kommt und der eigentliche Kern nicht mehr existiert. Bewiesen ist noch nichts. ISONs wahre Natur ist uns zu unbekannt und sein Verhalten könnte auch Ausruck seiner speziellen Beschaffenheit sein. In zwei Tagen durchläuft ISON seinen sonnenächsten Punkt. Taucht er danach wieder neben der Sonne auf oder verschwindet er womöglich ganz? – Daumen drücken schadet nicht.

Foto oben: Komet ISON und Komet Encke (darunter) nähern sich der Sonne (rechts außerhalb des Bildes), STEREO-A HI1-A Kamera, 2013/11/26 00:09:01, SECCHI
Und ein tolles VIDEO (SECCHI) gibts auch!

Nachtrag (19.00 Uhr): Matthew Knight (Kitt Peak) meldet gerade, dass ISON wieder einen Anstieg seiner Helligkeit verzeichnet und sich gut verhält (“ISON has been behaving nicely!”). Die letzten Daten sind erst 5 Stunden alt. Es besteht also noch Hoffnung….. ISON GO !!! :)

Nachtrag (19.56 Uhr): Die NASA äußert sich dahingehend, dass ISON einen guten bis normalen Eindruck hinterlässt. Diese Feststellung basiert auf den letzten STEREO Aufnahmen.

Nachtrag (22.00 Uhr): Die Wahrscheinlichkeit, dass ISON seinen sonnennächsten Punkt überstehen wird schätzt die NASA auf immerhin 30% ein. Die Kerngröße wird auf rund 1-1.2 km geschätzt. Die amerikanische Weltraumbehörde hält ein Überleben ISONs für möglich, auch wenn er in Teile zerfallen könnte oder es schon ist. Es bestehe weiterhin die Möglichkeit, dass er sich nicht ganz auflöst und ab dem 1. Dezember am Morgenhimmel bzw. Abendhimmel erscheint. Am 28. November kann man ISONs Periheldurchgang online verfolgen.

Es bleibt jedoch die bange Frage, wie dieser Abfall in ISONs Lichtkurve zustande kommt…..

Linktipp: Schlechtes Zeichen? Komet ISONs Gasproduktion sinkt und die Staubproduktion steigt

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