CIOC – Amateurastronomen können die ‘Comet ISON Observing Campaign’ der NASA unterstützen

CIOC, Screenshot der Website, ((c) NASAUnter isoncampaign.org startet die amerikanische Weltraumbehörde NASA einen eigenen Internetauftritt rund um eine intensive Beobachtungskampagne (CIOC) des Kometen ISON, der uns in der zweiten Jahreshälfte 2013 besuchen wird. Ziel der weltweiten Kampagne ist die Sammlung von möglichst vielen und aussagekräftigen Beobachtungsergebnissen rund um ISON. Eingebunden werden große Sternwarten, Observatorien im Weltraum und private Amateur- und Hobby-Astronomen aus der ganzen Welt. Möchten Sie an der Erforschung von Komet ISON mitwirken? Jetzt haben Sie die Gelegenheit dazu.

Abb. oben: Ein Screenshot der CIOC Website isoncampaign.org, (c) NASA

Ende November wird der Komet ISON unserer Sonne sehr nahe kommen. Solche Kometen werden als ‘Sungrazer’ (‘Sonnenstreifer’) bezeichnet. Die NASA möchte die Gelegenheit nutzen und hat daher die Beobachtungskampagne CIOC ins Leben gerufen. Kein Detail soll den Forschern dabei entgehen. Damit man möglichst viel über den Kometen erfahren kann, setzt man auch auf die Beteiligung von Hobby- und Amateurastronomen. Eine weltweite Community (Gemeinschaft) soll entstehen. Der veröffentlichte Link zur eigens in Leben gerufenen facebook-Gruppe https://www.facebook.com/groups/482774205113931/ funktioniert leider noch nicht. Sicher wird sich dies bald ändern.

Dr. Nalin Samarasinha, vom Planetary Science Institute, organisiert die weltweite Kampagne zur Sammlung möglichst vieler Fotos und Bilder des Kometen ISON. So will man mehr über ISONs Rotation, Aktivität, seine Gas- und Staub-Produktion und mehr herausfinden. Alle Informationen zu diesem Programm findet man in einer eigens veröffentlichten PdF “Request for Coma Images Showing Morphology of Comet ISON Observed at Different Locations Around the World” (dreiseitige Pdf, 2,3 MB). Das Dokument enthält auch die genauen Anforderungen an das Bildmaterial, welches von erfahrenen Amateurastronomen beigesteuert werden kann, die instrumententechnisch entsprechend ausgerüstet sind. Alle Amateurastronomen, deren Beiträge in Samarasinhas späterer Studie einfließen, werden zur Belohnung als Co-Autoren genannt.

Jetzt muss nur noch ISON ‘mitspielen’ und die Wissenschaftler hoffen darauf, dass er in mindestens so hell wie die Venus (bis zu -5m) an unserem Himmel erscheinen wird. Vielleicht wird ISON auch lichtschwächer oder sogar noch viel heller. Exakte Vorhersagen sind momentan nicht möglich und Garantien gibt es dafür keine. Eine gute Vorbereitung aller Beobachtungen ist aber die Grundlage für den wissenschaftlichen Erfolg. Mit der Beobachtungskampagne CIOC ist man sicher für alle Eventualitäten gut gerüstet.

ISON, Du bist nicht mehr alleine. Die Augen der Welt sind auf Dich gerichtet. Enttäusche uns bitte nicht! ;)

CIOC Beobachtungskampagne der NASA: www.isoncampaign.org

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