Komet C/2012 K1 (PanSTARRS) im Visier

Komet PanSTARRS am 30. Juni 2014, Quelle StellariumIn den nächsten Tagen und Wochen kann man noch versuchen, den Kometen C/2012 K1 (PanSTARRS), im Nordwesten, zu erspähen. Er bleibt aber ein Objekt für Beobachter, die mit einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop ausgerüstet sind.

Abb. oben: Die Position des Kometen C/2012 K1 (PanSTARRS) am 30. Juni, gegen 23.15 MESZ und für einen Beobachtungsstandort mittlerer geografischer Breite. Quelle Stellarium

Der Komet kommt nun der Sonne immer näher und steht abends bereits recht tief über dem Westhorizont. Eine schöne Farbaufnahme vom 19. Juni, (c) SEN/D.Peach, zeigt eindrucksvoll die grüne Koma, den Staub- und Gasschweif des Kometen.  Seine Helligkeit liegt bei rund 8-8.5 mag. Der Komet ist also nur mit geeigneten Optiken oder auch lichtempfindlichen Videokameras sichtbar. Hiermit ist die erfolgreiche Beobachtung kein Problem, wenn man die ungefähre oder bestenfalls genaue Position des Schweifsterns kennt. Bis ca. Mitte Juli kann man den Kometen von der nördlichen Hemisphäre aus sichten.

Mit Hilfe des kostenlosen Programms Stellarium können Sie sich die tägliche Position des Kometen einblenden lassen. Gute Anleitungen, wie man dabei vorgeht, findet man über eine solche Google-Suche.

Im August und September, nach seiner Umrundung der Sonne, taucht Komet C/2012 K1 (PanSTARRS) dann wieder am Morgenhimmel auf. Vermutlich zeigt er dann eine Helligkeit von rund 6.7 bis 7 mag. und wird nur im Fernglas oder Teleskop beobachtbar sein. Im Oktober ist er auch beobachtbar, jedoch stört dann bereits das Licht des Mondes.

Wie hell wird Komet JACQUES (C/2014 E2)?

Ein anderer Komet, Komet JACQUES (C/2014 E2), taucht in den letzten beiden Juli-Wochen wieder am Morgenhimmel auf. Seine Helligkeit könnte auf 3 mag. oder auch nur 5.5 mag. ansteigen, wie man aktuell vermutet. Damit wäre der Komet evtl. für das bloße Auge sichtbar, auf jeden Fall aber im Fernglas und Teleskop. Im August wird der Komet zirkumpolar, steht dem Himmelsnordpol also so nahe, dass er für Beobachter auf der Nordhalbkugel nachts gar nicht mehr untergeht. Wir berichten im Juli weiter über die Entwicklung.

© Christian Preuß, 2013 - Impressum
Visit Us On FacebookVisit Us On TwitterCheck Our Feed