Komet PANSTARRS jetzt besser am Morgenhimmel zu beobachten

Komet PANSTARRS am April MorgenhimmelDer Komet PANSTARRS hat nun sicherlich seinen größten Auftritt an unserem Himmel hinter sich und nimmt nun wieder weiter an Helligkeit ab. Das morgendliche Beobachtungsfenster im April sollten Beobachter dennoch nicht verpassen, denn PANSTARRS’ Kometenschweif ist nach wie vor eine Beobachtung und eine fotografische Aufnahme wert!

Aus der Perspektive irdischer Beobachter zog PANSTARRS in den ersten Apriltagen dicht an der Andromedagalaxie (M31) vorbei. Die Fotos vieler Himmelsfotografen dokumentieren dieses beeindruckende Ereignis. Nicht vergessen sollte man dabei, dass sich die Andromedagalaxie in einer Entfernung von mehr als zwei Millionen Lichtjahren befindet und sich der Komet, direkt vor unserer “Haustür”, durch unser Sonnensystem bewegt. Komet und Galaxie stehen also nur scheinbar nebeneinander, da sie beide in fast derselben Blickrichtung liegen. Der Komet ist selbstverständlich auch viel kleiner als die Galaxie, die ja aus mehreren hundert Milliarden Sternen besteht und deren Licht wir als diffusen “Nebel” wahrnehmen.

M31 und PANSTARRSNach dem “Rendezvous” zwischen PANSTARRS und M31 bewegt sich der Komet weiter auf das Sternbild Cassiopeia zu, steigt also höher in Richtung Himmelsnordpol. Seine Helligkeit liegt mittlerweile bei ca. 4 mag.. Er ist damit schon wieder etwas lichtschwächer als M31. Sie können PANSTARRS zwar auch am abendlichen Nord-Westhimmel versuchen zu beobachten, jedoch empfiehlt sich die Beobachtung am frühen Morgen. Abends wird der jetzt lichtschwächere Komet viel schwieriger in den Dunst- und Lichtglocken unserer Städte sichtbar sein. So ergeht es mir auch selbst im Naturpark Siebengebirge, wo der Komet nun zwar oberhalb des bekannten Drachenfelses steht, durch die Lichtverschmutzung der Stadt Bonn aber nur sehr schwer zu erkennen ist. Morgens zwischen ca. 3.30 und 5.30 Uhr können Sie PANSTARRS im Nord-Osten deutlich besser beobachten, da Sie in der Regel von keinem solchen Dunst oder anderer Lichtverschmutzung gestört werden. Dann hebt sich das schwache Licht des Kometen und seines Schweifs auch deutlicher vom dunkleren Himmelshintergrund ab. Durch den erhöhten Kontrast werden so mehr Details erkennbar, die sich somit auch fotografisch besser festhalten lassen. Bis zum Monatsende wird die Helligkeit des Kometen auf vermutlich bis zu 6 mag. absinken, während sein Schweif ebenfalls weiter verblassen wird.

PANSTARRS “Reise zur Cassiopeia”

Die obige Aufsuchkarte soll Ihnen eine Hilfe bei der Suche nach PANSTARRS am Morgenhimmel sein. Eingetragen sind die Positionen des Kometen für den Morgen des 09.04. und den Morgen des 21.04.2013 gegen 4.30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Seine Helligkeit ist hier etwas übertrieben dargestellt, damit seine Position auf der Karte besser erkennbar ist. Der gelbe Pfeil deutet die Bewegungsrichtung des Kometen an den Tagen zwischen diesen beiden Daten an. Um den Kometen zu finden orientieren Sie sich am besten am Sternbild Cassiopeia. Die vier Sterne, die das typische Himmels-W bilden, sind recht leicht am Himmel auszumachen. Haben Sie das Sternbild erkannt, dann lassen Sie Ihren Blick weiter Richtung Horizont wandern. Der Andromedanebel ist dort bei guter Sicht als schwaches Lichtfleckchen zu erkennen und dient Ihnen als weitere Orientierung.

Suchen und beobachten Sie den Kometen mit einem größeren Fernglas oder einem lichtstarken Teleskop. Das Sucherfernrohr, welches auf ihrem Teleskop aufmontiert sein sollte, hat bestenfalls einen Objektivdurchmesser von mindestens 50mm, damit sie PANSTARRS damit auch finden können. Vergewissern Sie sich am besten schon tagsüber, also vor der eigentlichen Kometenjagd, dass das Fadenkreuz Ihres Suchers auch tatsächlich mit der Mitte des Gesichtsfelds in einem Okular am Teleskop identisch ist. Richten Sie das Fadenkreuz Ihres Suchers beispielsweise auf eine weit entfernte Mast- oder Baumspitze aus und bringen Sie es mit dem Anblick durch ein Okular in Deckung. Erst danach finden Sie jene Objekte im Okular-Gesichtsfeld durchs Teleskop, welche Sie vorher auch mit Ihrem Sucher anvisiert haben.

Viel Erfolg bei Ihrer eigenen Beobachtung von PANSTARRS!
Fotografieren Sie den Kometen auch? Dann nehmen Sie doch mit Ihrem besten Kometenbild an diesem kleinen Gewinnspiel teil! Einsendeschluss ist der 30. April 2013.

© Christian Preuß, 2013 - Impressum
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