Komet PANSTARRS – Wie sieht er eigentlich aus?

Der Komet PANSTARRS erschien bereits über AustralienIn den nächsten Tagen, nach dem 10 März 2013, wird der Komet PANSTARRS im Westen und in der Abenddämmerung sichtbar werden. Vorausgesetzt wir haben einen klaren Himmel und eine freie Sicht: Wie wird uns der Komet erscheinen und was können wir erwarten?

Um dies besser beurteilen zu können lohnt sich ein Blick auf die Augenzeugenberichte australischer Beobachter, die PANSTARRS in den letzten Wochen bereits beobachten konnten. Rob Kaufman (Bright, Victoria, Australia, 05.03.2013) beobachtete den Kometen eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang mit einem Fernglas. PANSTARRS erschien am noch blauen Himmel und in einer Höhe von 11-12 Grad über dem Horizont. Mit dem bloßen Auge war er schwach sichtbar und zeigte einen kurzen Kometenschweif. Der visuelle Eindruck verbesserte sich stark, während der Komet durch die Erddrehung weiter Richtung Horizont wanderte. Er war dann auch gut und problemlos für Gelegenheitsbeobachter und Kinder zu erkennen. Dabei war der Himmel immer noch so aufgehellt, dass man fast noch keine Sterne sehen konnte.

Kaufman beschreibt den Anblick von PANSTARRS im Fernglas als “großartig”. Die innere Gashülle um den Kometenkern (die Koma) war sehr deutlich und intensiv zu sehen. Vermutlich wäre der Eindruck für Kaufman sogar noch besser gewesen, wenn einige Hügel ihm später nicht die freie Sicht auf PANSTARRS erschwert hätten. Dennoch konnte er den Kometen rund 25 Minuten lang beobachten bevor er endgültig hinter dem Horizont unterging. Die visuelle Helligkeit der Kometenkoma schätzt Kaufman auf etwas weniger als die des Sterns Fomalhaut ( 1,16 mag.).

Beobachter in Mitteleuropa dürfen auf den Auftritt von PANSTARRS also sehr gespannt sein. Spielt das Wetter mit und bieten sich uns ausreichende Wolkenlücken sollte uns die Sichtung des Kometen in den Tagen und Wochen nach dem 10/13. März 2013 leicht fallen. Die Spannung steigt. Wird der Komet noch heller? Überlebt er seinen engen Vorbeiflug an der Sonne? Wird sein Staubschweif noch länger werden? – Die Faszination der Kometenerscheinung hält uns in Atem. Die Hobbyastronomen und Gelegenheitsbeobachter unserer Breitengrade fiebern ihren eigenen Beobachtungen mit dem bloßen Auge, einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop entgegen. Gespannt sein darf man sicher auch auf die ersten Fotos von Astrofotografen. Die Reise zu den Kometen beginnt nun auch von Deutschland aus. Bleiben Sie neugierig, wir berichten weiter!

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