Kometenjäger im Glück: Meine erste Sichtung des Kometen PANSTARRS ist gelungen

Komet PANSTARRS im FernglasEndlich haben die Wetterbedingungen bei mir im Siebengebirge mitgespielt. Meine erste Sichtung des Kometen PANSTARRS gelingt mir am 19. März um 19.42 Uhr MEZ von Bad Honnef aus. Ich erkenne den Kometen zuerst sogar mit dem bloßem Auge beim Absuchen des Himmels. Im 15 x 70 mm Fernglas sieht der Komet dann wirklich schon fantastisch aus.

Die helle (ca. 1,8 mag.), leicht orange leuchtende Koma und der Staubschweif waren im Fernglas (ungefähre Darstellung s.o.) sehr schön zu erkennen. Es ist ein erhabener Anblick und ich kann meine Augen gar nicht mehr abwenden. Ich bin begeistert. Auch wenn PANSTARRS nun doch kein allzu leichtes Beobachtungsobjekt mindert dies seine Schönheit in keiner Weise. Durch mein 8″ Skywatcher Classic Dobson-Teleskop bei f/6 und mit einem TeleVue 35mm Okular (34-fache Vergrößerung) beobachte ich ihn ebenfalls. Dabei zeigt der Komet bei indirektem Sehen einen leichten Ansatz eines Gasschweifs. Ebenso beeindruckend ist der Anblick in einem TeleVue Ethos 13mm Okular bei rund 92-facher Vergrößerung. Ich kann den Kometen so noch bis ca. 20.20 Uhr MEZ und tief am Horizont beobachten. Geheimnisvoll leuchtet er im horizontnahen Dunst der anderen Rheinseite über Bonn/Mehlem.

Ich habe auch einige Fotos mit meiner analogen(!) Canon EOS 500 bei verschiedenen Belichtungszeiten geschossen. Zum Einsatz kommt ein EF 80mm Objektiv mit Blende 5.6 bei ISO 1600 (Fujifilm Superia). Die Ergebnisse folgen nach der Entwicklung des Films im Fotolabor. Vermutlich zeigt das 80mm Objektiv dabei noch nicht viel Detail vom Kometen, aber ich lasse mich gerne überraschen. Im April sollen Aufnahmen durch das Teleskop und eine CCD-Kamera folgen.

Mein Tipp an alle Sternfreunde: Das beste Beobachtungsinstrument für den Kometen ist mit Sicherheit ein größeres Fernglas mit ca. 15 x 70, wie ich es einsetze, mit 20 x 80 oder sogar 25 x 100. Verwenden solltet Ihr dazu auch ein stabiles Fotostativ, damit Ihr Euer schweres Fernglas nicht mit den bloßen Händen halten müsst. Ihr könnt so wesentlich ruhiger und entspannter beobachten! Und noch ein Tipp: Passt Eure Augen vor der Suche nach PANSTARRS etwas an die Dunkelheit an, zumindest an das Licht der Dämmerung. Schaut vorher auf keinen Fall in helle Halogenleuchten o.ä., damit Ihr nicht geblendet seid. Ihr werdet den Kometen dann viel leichter finden und besser beobachten können. Euer Fernglas stellt Ihr am besten an einem helleren Stern scharf. Habt Ihr PANSTARRS dann endlich ins Gesichtsfeld Eures Fernglases gebracht solltet Ihr Euch wirklich Zeit für die Beobachtung nehmen. Genießt den Anblick. Mit der Zeit werdet Ihr so auch feinere Details erkennen können. Bei einem sehr leichtem Wackeln am Stativ erkennt man den Schweif des Kometen manchmal etwas besser, da er sich dann durch seine Bewegung vor dem Himmelhintergrund ‘verrät’.

Viel Erfolg bei Euren eigenen Beobachtungen und kometenfreundliche Grüße,

Euer Kometenfreund Christian

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